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Newsletter Nr. 4
An alle Mitglieder und
befreundete Organisationen
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Sehr geehrte Damen und Herren
Ereignisse im nationalen und internationalen Bereich und insbesondere die Entwicklung der Wirtschaft haben uns alle während den letzten Monaten sehr stark beschäftigt. Kantonale und regionale Entwicklungen blieben weniger beachtet oder erhielten verhältnismässig nur wenig Aufmerksamkeit. Wir müssen aber feststellen, dass der Konzentrationsprozess, meist zu Lasten der ländlichen Regionen, weiter vorwärts marschiert. Die IG hat sich deshalb weiterhin mit den hängigen Fragen befasst. Wir weisen nachfolgend auf einige wichtige, aus unserer Sicht sich weiterhin unbefriedigend entwickelnde Bereiche und neue Tendenzen, die uns Sorgen bereiten.
• Medizinische Grundversorgung:
Die Hausarztproblematik hat sich unseres Erachtens verschärft. In der Gesundheitspolitik mischen Bund, Kantone und verschiedene Organisationen und Grossfirmen mit; so wird etwa vorgeschlagen das Spital Thun zu schliessen. Verschiedene, vom EDI noch unter alt Bundesrat Couchepin verordnete Massnahmen führen dazu, dass die Hausarzttätigkeit unattraktiver wird und die Nachfolgeproblematik eher noch schwieriger werden dürfte. Die von einer kantonalen Spezialkommission vorgeschlagenen Massnahmen scheinen vorderhand im Papiertiger-Status zu verharren. Der ländliche Raum darf und will nicht tatenlos zusehen. Dazu planen wir im kommenden Jahr nochmals Veranstaltungen mit regierungsrätlicher Beteiligung.
• Poststellenschliessungen:
Anlässlich einer von der IG organisierten Tagung in Thun stellten sich der Leiter Poststellen, Herr Salamin, und der Bereichsleiter Oberland, Herr Neugebauer, den rund 30 Gemeindevertretern aus dem Oberland. Dabei kam klar zum Ausdruck, dass in der Unternehmung “Die Post“ betriebswirtschaftliches Denken erste Priorität hat und der Dienstleistungsauftrag vergessen zu gehen droht. Es ist unbestritten, dass die Dienstleistung der Post schlechter geworden ist und dass die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Gewerbe im ländlichen Raum von diesem Dienstleistungsabbau stärker betroffen sind als Grossagglomerationen.
• Bahnt sich nun eine staatpolitisch ungute Entwicklung an?
Die Abstimmungsergebnisse der letzten Monate zeigen auf, dass die Ergebnisse zwischen städti-schen und ländlichen Regionen immer mehr auseinanderdriften. Entsteht im Kanton Bern ein Stadt-Land-Graben? Die IG plant im ersten Quartal eine Podiumsdiskussion zu dieser staatspolitisch unerfreulichen Entwicklung. Sie werden rechtzeitig zu dieser Tagung eingeladen.
Bald beginnt ein neues Jahr. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Festtage und im kommenden Jahr alles Gute, viel Lebensfreude und viel Gesundsein. Und: ein Einsatz für den ländlichen Raum ist weiterhin nötig. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.
Freundliche Grüsse
Hanspeter Seiler, alt Nationalrat
Präsident
Brigitta Wyss
Sekretärin
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